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Neuigkeiten / Die Trends des Reisesommers 2026: So macht Deutschland Urlaub
Top 3-Länder: Türkei, Spanien und Griechenland

Mit Blick auf die aktuelle Eskalation im Nahen Osten äußert sich der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Albin Loidl, zu Beginn der internationalen Reisemesse ITB Berlin wie folgt: „Wir verfolgen die Situation in den betroffenen Regionen mit Aufmerksamkeit und großer Sorge. Für unsere Branche hat die Sicherheit der Reisenden und unserer Partner vor Ort immer oberste Priorität. Diese Entwicklungen zeigen uns einmal mehr, wie eng verbunden — und wie fragil — unsere Welt ist.“
Deutsche zeigen sich für den Sommer in Urlaubslaune
Die Deutschen bleiben auch in diesem Jahr reisefreudig und sorgen für eine stabile Urlaubsnachfrage auf hohem Niveau: Für ihren Sommerurlaub haben sich die Bundesbürger nochmals früher als in den Vorjahren entschieden – ein Großteil der Reisen wurden bereits im vergangenen halben Jahr gebucht. Dadurch lagen die Buchungseingänge im Januar etwas niedriger als im Vorjahr. Trotzdem sorgen die Frühbucher sowohl beim Umsatz als auch bei der Anzahl der Reisenden für ein spürbares Wachstum: Mit Buchungsstand Ende Januar weist die Sommersaison im Vergleich zum Vorjahr 7 Prozent höhere Umsätze sowie 4 Prozent mehr Gäste aus. Das beliebteste Sommerreiseziel in der Zeit zwischen Mai und Oktober ist nach derzeitigem Stand die Türkei – sowohl was den Umsatz als auch was die Anzahl gebuchter Reisen betrifft – dicht gefolgt von Spanien und Griechenland. Das ergeben aktuelle Auswertungen von Travel Data + Analytics (TDA) für den Deutschen Reiseverband (DRV). Basis sind Buchungsdaten zum Stand Ende Januar von Reisebüros und Online-Reiseportalen, die Reiseveranstalter-Produkte vertreiben.
Die Top-Flugreise-Ziele im Sommer 2026 nach Umsatzhöhe
• Türkei
• Spanien
• Griechenland
• Ägypten
• Italien
• Portugal
• Tunesien
• Malediven
• Bulgarien
• Mauritius
Die Ziele am Mittelmeer sind für den Sommerurlaub gesetzt und verzeichnen erneut Umsatzzuwächse: Für die Türkei sind es derzeit 12 Prozent, für Spanien 5 und für Griechenland 8 Prozent. Überdurchschnittliche Umsatzsprünge machen Ägypten (plus 18 Prozent) und Italien (plus 17 Prozent) bei den organisierten Reisen. Auch Bulgarien hält sein starkes Vorjahreswachstum.
Fernreisen: Steigende Nachfrage in östliche Richtung
Auch wenn Fernreisen im Sommerhalbjahr nicht die Hauptrolle spielen – sie haben einen Anteil von 9 Prozent am Sommer-Gesamtumsatz – gibt es Ziele auf der Fernstrecke, die wachsende Buchungszahlen und zum Teil auch überdurchschnittlich hohe Umsatzzuwächse verzeichnen. Besonders die östlich gelegenen Fernreiseziele erfreuen sich in diesem Jahr großer Beliebtheit bei den Deutschen: Dazu gehören die Malediven und Mauritius mit jeweils plus 27 Prozent und beispielsweise Thailand mit plus 3 Prozent.
In westlicher Richtung zeigen die TDA-Auswertungen hingegen Umsatz- und Besucherrückgänge – unter anderem für die Karibik sowie für Ziele in Mittel- und Südamerika. Besonders fällt die Entwicklung für die USA, das insgesamt beliebteste Fernreiseziel der Deutschen, aus. Die Momentaufnahme zum Buchungsstand Ende Januar zeigt für den Sommer: Sowohl die Vorausbuchungsumsätze als auch die Zahl der gebuchten Personen liegen prozentual zweistellig unter Vorjahr. Im Ranking aller Reiseziele rangieren die USA derzeit auf Platz 14 (Vorjahr 8. Platz). Dabei zeigt sich, dass Flugpauschalreisen nicht so stark vom Rückgang betroffen sind wie individuell gebuchte Reisebausteine.
Die Gründe für die Buchungszurückhaltung sind vielschichtig: Eine exklusiv für den DRV Anfang Februar repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren durchgeführte Umfrage des Marktforschungsunternehmens YouGov zeigt, dass sowohl wirtschaftliche als auch politische Faktoren und organisatorische Hürden die Reiseentscheidung maßgeblich beeinflussen. Rund die Hälfte aller Befragten nannten politische und gesellschaftliche Entwicklungen als Grund für die derzeitige Buchungszurückhaltung. 37 Prozent der über 2000 Befragten gaben an, sich eine USA-Reise derzeit nicht leisten zu können. Für 31 Prozent stellen zudem die Einreisebestimmungen und der organisatorische Aufwand – etwa rund um ESTA – ein Hemmnis dar. 15 Prozent gaben an, dass die USA sie als Reiseziel nicht interessieren oder andere Reisepläne Vorrang haben.
Trotz sehr guter Zuwächse in Richtung Asien schmälert die Buchungszurückhaltung für die USA das Gesamtergebnis für die Fernreisen, die für den Sommer in Summe bei einem leichten Umsatzminus von derzeit 1 Prozent und einem Urlauberrückgang von 4 Prozent stehen.
Laufende Wintersaison zeigt 2 Prozent mehr Urlauber
Aktuell ist erst Halbzeit in der laufenden Wintersaison (Anfang November 2025 bis Ende April 2026), doch schon jetzt steuert der Winter auf einen positiven Abschluss zu: Der Umsatzzuwachs im Vergleich zum Winter 2025 beläuft sich derzeit auf 4 Prozent. Die Anzahl der Winterurlauber liegt um 2 Prozent höher.











