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3. Juli 2026 / 19:05
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World Travel and Tourism Council
Der World Travel & Tourism Council (WTTC) sieht die geplante Erhöhung der Touristensteuer für Kreuzfahrtgäste in Barcelona kritisch. Der Branchenverband warnt vor negativen Auswirkungen auf Wettbewerbsfähigkeit, Tourismus und lokale Wirtschaft.

Der World Travel & Tourism Council (WTTC) hat sich kritisch zu den Plänen der Stadt Barcelona geäußert, die Touristensteuer für Kreuzfahrtgäste mit Kurzaufenthalt zu erhöhen. Nach Ansicht des internationalen Branchenverbands könnte die Maßnahme die Wettbewerbsfähigkeit Barcelonas gegenüber anderen Mittelmeerhäfen schwächen und sich negativ auf die lokale Wirtschaft auswirken.

Barcelona zählt zu den bedeutendsten Kreuzfahrthäfen der Welt. Jährlich starten oder enden dort rund vier Millionen Kreuzfahrtreisende ihre Reise. Jeder sogenannte Homeport-Gast gibt laut WTTC durchschnittlich rund 255 Euro vor Ort aus – einer der höchsten Werte weltweit.

Kreuzfahrttourismus als Wirtschaftsfaktor

Nach Angaben des WTTC trug die Kreuzfahrtbranche allein im Jahr 2024 rund 11,9 Millionen Euro an Steuereinnahmen für die Stadt Barcelona bei. Darüber hinaus profitieren Hotels, Restaurants, Einzelhandel, Transportanbieter und zahlreiche weitere touristische Dienstleister von den Ausgaben der Kreuzfahrtgäste.

Der Verband warnt, dass zusätzliche Abgaben das Reiseverhalten beeinflussen und die Ausgaben der Besucher vor Ort verringern könnten. Langfristig seien dadurch auch Arbeitsplätze im Tourismussektor gefährdet.

Kreuzfahrten schaffen neue Reiseanlässe

Der WTTC verweist zudem auf Studien der Cruise Lines International Association (CLIA). Demnach kehren mehr als 60 Prozent der Kreuzfahrtreisenden später erneut an Destinationen zurück, die sie erstmals während einer Kreuzfahrt kennengelernt haben. Kreuzfahrten seien daher häufig ein wichtiger Impuls für spätere Individualreisen.

Dialog statt höherer Abgaben

Anstatt kurzfristig Steuern zu erhöhen, empfiehlt der WTTC einen intensiveren Dialog zwischen Politik und Tourismuswirtschaft. Nachhaltiges Destinationsmanagement lasse sich nach Ansicht des Verbandes nur durch langfristige Planung und eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten erreichen.

Barcelona stehe weiterhin vor der Herausforderung, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Lebensqualität für die Einwohner und einer wirtschaftlich erfolgreichen Tourismusentwicklung zu schaffen.

 

Quelle: World Travel & Tourism Council (WTTC)


 

1. Juli 2026

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